Was ist Gouache überhaupt?
Gouache ist wasserlöslich wie Aquarell, bleibt jedoch matt und lässt sich deckend schichten. Genau diese Mischung aus Kontrolle und Flexibilität macht das Medium für mich so stark: Flächen anlegen, korrigieren, übermalen – und bei Bedarf wieder anlösen.



Einfach in der Steuerung: Mehr Wasser = weicher, weniger Wasser = deckend. Das ist im Kern schon der ganze Trick. Deckende Flächen, zarte Verläufe, Lasuren – alles möglich.
Königsdisziplin? Panikmache. Wer mit Acryl oder Aquarell klar kommt, kommt auch mit Gouache klar.
Materialmix, den ich gern kombiniere: Bleistift (drunter/drüber), Pastellkreiden, Buntstifte, Acrylmarker, Fineliner, Aquarellfarben.
Gouache & Aquarell vertragen sich. Eine dünne Schicht weißer Gouache als Grundierung, darauf Aquarell – das ergibt kräftigere, aber kontrollierbare Töne, ohne „Reinbeißen“ oder Matsch.
Ja, Gouache und Aquarell lassen sich mischen. Testen > Meinen.
Mein Tipp für Tubenfarben: pflanzliches Glycerin. Beim Umfüllen von Gouache aus Tuben in Näpfchen: 2 Tropfen auf ca. 5 g Farbe – dann bleibt sie nach dem Trocknen geschmeidig und sofort wieder anlösbar.
Ohne Glycerin wird die Farbe hart und bröselig und braucht beim Reaktivieren viel Wasser. Mit Glycerin bleibt sie jederzeit einsatzbereit.
Fazit: Gouache ist ein ehrliches Medium – direkt in der Anwendung, flexibel in der Kombination und immer bereit für Experimente.



